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Gerätegestützte Therapie

Sensorgestütztes Rückentraining mit Valedo

Zwei Bewegungssensoren, ein Bildschirm, Rückmeldung in Echtzeit - und ein Leihgerät, mit dem das Training zu Hause weiterläuft.

Wie funktioniert das sensorgestützte Rückentraining mit Valedo?

Zwei kleine Bewegungssensoren werden mit medizinischem Klebeband auf Brustbein und unteren Rücken gesetzt. Sie übertragen jede Bewegung des Rumpfes drahtlos auf einen Bildschirm, auf dem Sie eine Figur durch Übungsaufgaben steuern. Weicht Ihre Haltung von der Vorgabe ab, sehen Sie es sofort - nicht erst, wenn die Therapeutin es anspricht. Das System von Hocoma (Schweiz) kennt rund 20 Bewegungsmuster und etwa 50 Übungen. Für zu Hause geben wir ein Leihgerät mit.

Verordnung
Selbstzahlerleistung, auf Wunsch begleitend zur verordneten Therapie
Dauer
20 bis 30 Minuten
Kosten
Nach Aufwand. Preise nennen wir am Telefon oder in der Praxis.

Das Problem, das dieses Gerät löst

Jeder Physiotherapeut kennt den Satz „ja, ich habe geübt“ - und sieht bei der nächsten Kontrolle, dass die Übung anders ausgeführt wurde als gezeigt. Das ist kein böser Wille. Ohne Rückmeldung von außen ist es fast unmöglich, die eigene Rumpfhaltung richtig einzuschätzen. Man fühlt nicht, was man tut, sondern was man zu tun glaubt.

Genau dort setzen die Sensoren an. Sie machen Ihre Bewegung sichtbar, in dem Moment, in dem sie stattfindet. Der Bildschirm zeigt nicht „gut gemacht“, sondern schlicht: die Figur bewegt sich so, wie Ihr Rücken sich bewegt.

Was tatsächlich passiert

  • Zwei Sensoren, etwa daumengroß, kommen auf Brustbein und unteren Rücken. Sie kleben mit hautverträglichem Band und wiegen kaum etwas.
  • Auf dem Bildschirm läuft eine Aufgabe: eine Figur steuern, einem Weg folgen, Bewegungen in einem bestimmten Umfang halten.
  • Sie bewegen den Rumpf - beugen, strecken, drehen, seitlich neigen. Die Figur folgt.
  • Nach der Einheit sehen Sie, in welchem Bewegungsumfang Sie gearbeitet haben.

Das Gerät heißt Valedo und stammt vom Medizintechnikhersteller Hocoma aus der Schweiz. Es kennt rund 20 Bewegungsmuster, aus denen sich etwa 50 Übungen zusammensetzen.

Warum das Leihgerät wichtiger ist als das Gerät in der Praxis

Das ist der eigentliche Punkt. Eine Einheit in der Praxis dauert 20 bis 30 Minuten. Was danach zu Hause passiert oder nicht passiert, entscheidet über das Ergebnis.

Deshalb geben wir das System als Leihgerät mit. Es läuft mit einer kostenlosen App auf Tablet oder Telefon. Sie üben, wann es Ihnen passt, sehen dieselbe Rückmeldung wie hier, und beim nächsten Termin sprechen wir darüber, was gut lief und was nicht.

Wir kennen kaum eine Praxis im Umkreis, die ein Therapiegerät nach Hause gibt. Für uns ist das kein Zusatz, sondern der Grund, warum wir es angeschafft haben.

Was es nicht ist

Kein Ersatz für eine Untersuchung, keine Diagnose, kein Gerät, das Rückenschmerzen „wegtrainiert“. Es macht Bewegung sichtbar und damit steuerbar. Ob Bewegung in Ihrem Fall das richtige Mittel ist, entscheidet der Befund - und bei neuen, unklaren oder nachts zunehmenden Rückenschmerzen zuerst Ihr Arzt.