12 Fragen
Was Therapeut:innen uns fragen
Schriftlich, damit Sie nicht anrufen müssen, wenn Sie nicht wollen. Wo wir keine Zahl nennen können, steht das auch so da - statt einer, die im Gespräch wieder eingesammelt werden müsste.
Bewerbung Ablauf Arbeitsalltag Vergütung Entwicklung Arbeitszeit Team Perspektive
Bewerbung
Was muss ich zur Bewerbung einreichen?
Für den ersten Kontakt: eine Nachricht. Mehr nicht.
Am einfachsten über WhatsApp - die Nachricht geht direkt an Oliver Grunow, nicht in ein Sammelpostfach. Genauso gut: ein Anruf oder eine E-Mail.
Den Lebenslauf können Sie nachreichen. Kein Anschreiben, keine Zeugnisse im ersten Schritt, kein Motivationsschreiben. Was uns interessiert, steht im Lebenslauf: wo Sie gelernt haben, wo Sie gearbeitet haben, welche Fortbildungen Sie gemacht haben. Alles andere besprechen wir im Gespräch, weil wir dort nachfragen können.
Wie schnell bekomme ich eine Antwort?
Innerhalb von 48 Stunden an Werktagen. Das ist eine Zusage, keine Absichtserklärung.
Auch wenn es eine Absage ist. Wir kennen den Zustand, in dem eine Bewerbung drei Wochen lang unbeantwortet bleibt und man selbst nicht weiß, ob man weitersuchen soll. Den ersparen wir Ihnen.
Kommt nach 48 Stunden nichts, ist etwas schiefgegangen. Rufen Sie an: 030 - 4 71 68 82.
Nehmen Sie auch Berufseinsteiger?
Ja, ausdrücklich.
Was Sie hier vorfinden: vier Schwerpunkte statt eines, ein Chef, der selbst behandelt und ansprechbar ist, und Kolleginnen, die schon lange dabei sind. Für den Anfang ist das eine brauchbare Kombination - Sie sehen ein breites Spektrum und stehen damit nicht allein.
Was wir nicht haben: ein formalisiertes Einarbeitungsprogramm mit Wochenplan. Die Einarbeitung läuft über Mitlaufen, Fragen und schrittweise eigene Patienten. Wenn Sie ein strukturiertes Curriculum brauchen, um sich sicher zu fühlen, sind Sie in einer größeren Einrichtung besser aufgehoben.
Zum Einstieg allgemein: Berufseinstieg in der Physiotherapie.
Ablauf
Kann ich vorher hospitieren?
Ja, und wir schlagen es von uns aus vor.
Ein halber Tag, bezahlt. Sie sehen die Räume, die Taktung, den Ablauf am Empfang und das Team bei der Arbeit. Sie sehen auch, was in einer Anzeige nie steht: wie der Ton zwischen den Kolleginnen ist, wie voll der Plan wirklich ist, wie lange die Umkleide braucht.
Und wir sehen Sie arbeiten, was mehr aussagt als drei Gespräche.
Danach entscheiden beide Seiten. Wenn Sie abwinken, ist das in Ordnung - dann hat der halbe Tag genau das geleistet, wofür er da ist.
Arbeitsalltag
Wie ist die Taktung, und wie viele Patienten am Tag?
Die Termine laufen in der Taktung, die die Heilmittelrichtlinie für das jeweilige Heilmittel vorsieht - 20 Minuten für die Regelbehandlung, mehr bei verlängerten Positionen wie MLD-45 oder KG-ZNS.
Die genaue Zahl der Patienten pro Tag und die Dokumentationszeiten besprechen wir im Gespräch, weil beides von der Stelle und den Wochenstunden abhängt. Wir nennen hier keine Zahl, die dann nicht stimmt.
Was wir sagen können: Am Empfang arbeiten zwei Kräfte, die Telefon und Terminvergabe übernehmen. Sie planen nicht Ihren eigenen Tag zwischen zwei Behandlungen.
Wenn Ihnen die Taktung wichtig ist - und das ist eine berechtigte Frage, über die viel zu selten offen geredet wird - fragen Sie im Gespräch direkt danach. Sie bekommen eine konkrete Antwort.
Mit welchen Geräten arbeite ich hier?
Mehr, als eine Praxis dieser Größe üblicherweise hat:
- Stoßwellentherapie für chronische Sehnenansatzbeschwerden
- Lasertherapie
- Hochtontherapie
- Induktive Schmerzbehandlung, auch durch Gips und Verband
- Sensorgestütztes Rückentraining mit Bewegungssensoren und Rückmeldung in Echtzeit - inklusive Leihgeräten, die Patienten mit nach Hause nehmen
- Vibrationsplatte, 5 bis 60 Hertz
- Trainingsfläche für Krankengymnastik am Gerät
Sie bekommen eine Einweisung an jedem Gerät. Niemand erwartet, dass Sie mit einem Stoßwellengerät Erfahrung mitbringen.
Vergütung
Was verdient man hier?
Das besprechen wir im ersten Gespräch, und zwar konkret mit Zahlen - nicht erst am Ende eines dreistufigen Verfahrens.
Wir halten es für Zeitverschwendung auf beiden Seiten, wenn zwei Menschen zwei Termine absolvieren und dann feststellen, dass die Vorstellungen 600 Euro auseinanderliegen. Fragen Sie im ersten Telefonat danach. Sie bekommen eine Zahl.
Berücksichtigt werden Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen und der Umfang der Stelle.
Entwicklung
Werden Fortbildungen unterstützt?
Ja - Umfang, Anteil und Bedingungen besprechen wir offen im Gespräch, und wir halten sie schriftlich fest.
Das ist der Punkt, an dem sich Praxen unterscheiden, und er gehört auf den Tisch, bevor jemand unterschreibt: Wer zahlt, wer stellt frei, und was passiert, wenn man vor Ablauf einer Bindungsfrist kündigt.
Fragen Sie danach - hier und überall sonst. Was Sie zu Rückzahlungsklauseln wissen sollten, haben wir aufgeschrieben: Fortbildung und Rückzahlungsklausel.
Fachlich gebraucht werden hier Manuelle Therapie, Lymphdrainage, KG-ZNS und Bobath.
Kann ich mich auf einen Bereich spezialisieren?
Ja, und es ist erwünscht.
Die Praxis führt vier Schwerpunkte: Orthopädie, Traumatologie, Neurologie und internistische Bilder. Das ist breiter als bei den meisten Praxen dieser Größe, und es bedeutet, dass Sie sich in eine Richtung entwickeln können, ohne die Praxis wechseln zu müssen.
Wer neurologisch arbeiten will, findet hier die Fälle - nach Schlaganfall, bei Parkinson, bei MS. Wer in Richtung Manuelle Therapie und Sportphysiotherapie will, findet den orthopädischen Anteil.
Was das konkret für Ihre Patientenzuteilung bedeutet, klären wir im Gespräch. Es ist kein Versprechen, das wir hier abgeben, sondern eine Absicht, die zur Größe der Praxis passt.
Arbeitszeit
Geht auch Teilzeit?
Ja. Die Wochenstunden richten sich nach Ihnen, nicht umgekehrt.
Was wir dafür brauchen, ist Verlässlichkeit in der Lage der Tage: Patienten in dieser Praxis kommen oft über Monate und wollen ihren festen Termin behalten. Eine Stelle mit festen Tagen und wenigen Stunden ist für uns leichter zu planen als eine mit vielen Stunden zu wechselnden Zeiten.
Wenn Sie Kinder haben und Randzeiten brauchen: sagen Sie es im ersten Gespräch. Das ist eine Planungsfrage, kein Ausschlusskriterium.
Team
Wie groß ist das Team?
Fünf Therapeutinnen und Therapeuten einschließlich des Inhabers, dazu Verstärkung im Team und zwei Kräfte am Empfang.
Klein genug, dass jeder jeden kennt. Groß genug, dass Urlaub und Krankheit nicht dazu führen, dass alle Termine ausfallen.
Zwei Kolleg:innen gehen auf die 60 zu. Das sagen wir offen, weil es für Sie relevant ist: Wer jetzt anfängt, wächst in eine Praxis hinein, in der sich die Zusammensetzung in den nächsten Jahren verändern wird. Für manche ist das eine Chance, für andere ein Grund zur Vorsicht. Beides ist legitim, und beides sollte man vorher wissen.
Perspektive
Kann man diese Praxis später übernehmen?
Diese Frage ist offen, und wir behaupten nichts.
Was Tatsache ist: Die Praxis besteht seit 1994, wird seit 2007 vom jetzigen Inhaber geführt, und der Inhaber sucht jemanden, der ihn am Patienten entlastet, damit er sich stärker um die Führung kümmern kann.
Was daraus in fünf oder zehn Jahren wird, entscheidet sich nicht in einer Stellenanzeige. Wenn Sie mit einer Perspektive in Richtung Verantwortung oder Nachfolge herkommen, sprechen Sie es im Gespräch an. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung und kein Versprechen.
In zwei Minuten gemeldet
Ein Lebenslauf reicht. Kein Anschreiben, keine Zeugnisse im ersten Schritt.
- Antwort binnen 48 Stunden an Werktagen - auch wenn es eine Absage ist.
- WhatsApp geht direkt an Oliver Grunow. Wenn Sie schreiben, antwortet er - nicht immer sofort, weil er selbst behandelt, aber an jedem Werktag.
- Lebenslauf können Sie auch später nachreichen. Für den ersten Kontakt genügt eine Nachricht.