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Kurs

Rückenschule nach KddR in Weißensee

Ein Kurs über mehrere Wochen, einzeln oder in kleiner Gruppe, nach dem bundesweit einheitlichen Konzept.

Was lernt man in einer Rückenschule?

Die Rückenschule nach dem Konzept der Konföderation der deutschen Rückenschulen (KddR) verbindet drei Dinge: Wissen darüber, wie die Wirbelsäule belastet wird, Übungen für Kraft und Beweglichkeit von Rücken- und Bauchmuskulatur, und die Übertragung auf Ihren Alltag - Heben, Tragen, Sitzen, Schlafen, Arbeiten. Der Kurs läuft über mehrere Wochen mit festen Terminen, in kleiner Gruppe oder einzeln. Er richtet sich an Menschen ohne akute Beschwerden.

Verordnung
Präventionskurs, keine Heilmittelverordnung
Dauer
mehrere Wochen, feste wöchentliche Termine
Kosten
Gesetzliche Kassen bezuschussen zertifizierte Präventionskurse nach § 20 SGB V. Höhe und Bedingungen unterscheiden sich je Kasse - fragen Sie dort vor der Anmeldung nach.

Prävention, nicht Behandlung

Die Rückenschule ist kein Heilmittel und kein Ersatz für eine Therapie. Sie richtet sich an Menschen, deren Rücken gerade nicht akut weh tut - und die das gern so behalten würden.

Wer mit akuten Schmerzen kommt, ist in der Einzelbehandlung besser aufgehoben. Wir sagen das im Anmeldegespräch, damit niemand einen Kurs bucht, der ihm in dieser Woche nichts bringt.

Woher das Konzept kommt

Die Konföderation der deutschen Rückenschulen (KddR) ist ein Zusammenschluss von Fachverbänden, der ein einheitliches Konzept für Rückenschulkurse und die Ausbildung der Kursleitungen festgelegt hat. Das Konzept ist bio-psycho-sozial angelegt: Es rechnet damit, dass Rückenschmerz nicht nur von Haltung und Belastung abhängt, sondern auch von Stress, Arbeitsbedingungen und der eigenen Erwartung.

Das ist keine Nebensächlichkeit. Die Vorstellung, der Rücken sei ein empfindliches Bauteil, das bei falscher Bewegung kaputtgeht, hält Menschen von Bewegung ab - und Bewegungsmangel ist der stärkere Risikofaktor.

Was in den Terminen passiert

  • Verstehen. Wie die Wirbelsäule aufgebaut ist, was sie tatsächlich aushält, warum Bandscheiben Bewegung brauchen.
  • Üben. Kräftigung und Dehnung für Rücken-, Bauch- und Hüftmuskulatur. Übungen, die ohne Geräte zu Hause funktionieren.
  • Übertragen. Heben und Tragen, Sitzen am Arbeitsplatz, Schlafposition, Gartenarbeit. Wir gehen dabei von Ihrem Alltag aus, nicht von einem Modellalltag.

Kleingruppe heißt bei uns klein

Präventionskurse sind in der Teilnehmerzahl begrenzt, damit die Kursleitung jede Übung einzeln korrigieren kann. Wir bleiben darunter, weil eine Übung, die niemand korrigiert, keine Übung ist. Auf Wunsch läuft die Rückenschule auch als Einzeltermin.

Zum Kassenzuschuss

Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen zertifizierte Präventionskurse nach § 20 SGB V. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, wie viele Kurse pro Jahr anerkannt werden und ob eine Mindestteilnahme verlangt wird, unterscheidet sich je Kasse und ändert sich regelmäßig.

Wir nennen hier bewusst keine Prozentzahl. Rufen Sie vor der Anmeldung bei Ihrer Kasse an - das ist ein Anruf und eine verlässliche Auskunft statt einer Zahl, die auf einer Website steht und veraltet sein kann.