Schwerpunkt Orthopädie
Knieschmerzen - Behandlung in Weißensee
Wo genau es weh tut und wann, sagt mehr über die Ursache als jedes Bild.
Was sagt der Ort des Knieschmerzes über die Ursache?
Sehr viel. Schmerz vorn unter der Kniescheibe, der beim Treppabgehen und nach langem Sitzen zunimmt, spricht für ein Problem im Gleitlager der Kniescheibe. Schmerz am inneren Gelenkspalt, der beim Drehen und in der tiefen Hocke auftritt, spricht eher für den Innenmeniskus. Schmerz an der Außenseite, der nach einer bestimmten Laufstrecke einsetzt, ist typisch für das Reibungssyndrom des Tractus iliotibialis. Diffuser, morgens steifer Schmerz mit Anlaufproblemen deutet auf Arthrose. Diese Zuordnung ersetzt keine Untersuchung, aber sie lenkt sie.
- Häufige Verordnungen
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Das Knie ist selten der Täter
Es ist ein Scharnier zwischen zwei langen Hebeln. Was Hüfte und Fuß nicht leisten, landet in der Mitte. Deshalb sehen wir uns bei Knieschmerzen fast immer auch die Hüfte an - besonders die Muskulatur, die das Becken beim Einbeinstand stabil hält - und die Fußstellung beim Gehen.
Wer nur das Knie behandelt, behandelt bei einem Teil der Patienten die Stelle, an der es weh tut, und nicht die Stelle, die es verursacht.
Vorderer Knieschmerz: der häufigste Fall
Schmerz unter oder um die Kniescheibe, schlimmer beim Treppabgehen, beim Bergabgehen und nach längerem Sitzen mit gebeugtem Knie - das klassische „Kinobild“.
Die Kniescheibe läuft in einer Rinne am Oberschenkelknochen. Zieht die Muskulatur sie ungleichmäßig, oder kippt das Becken beim Gehen ab, läuft sie schief und der Knorpel darunter wird ungleich belastet. Die Behandlung setzt deshalb an Oberschenkel- und Hüftmuskulatur an, nicht an der Kniescheibe selbst.
Das ist die gute Nachricht: Es ist trainierbar. Es dauert aber Wochen, nicht Tage.
Meniskus: Operation ist nicht der Automatismus
Bei degenerativen Meniskusschäden ohne Blockade des Gelenks zeigt die Forschung der letzten Jahre, dass ein strukturiertes Übungsprogramm der arthroskopischen Operation in vielen Fällen nicht unterlegen ist. Bei jungen Menschen mit einem frischen Riss nach einem Unfallereignis oder bei einem eingeklemmten Anteil, der das Gelenk blockiert, sieht es anders aus.
Entscheiden muss das Ihr Arzt. Was wir dazu sagen können: Wenn ein konservativer Versuch geplant ist, sollte er ernsthaft geführt werden - über mindestens acht bis zwölf Wochen mit regelmäßigem Training. Drei Termine und dann die Feststellung „hat nicht geholfen“ ist kein konservativer Versuch.
Nach Kreuzbandriss
Ob operiert wird oder nicht: Die Physiotherapie entscheidet über das Ergebnis mindestens so stark wie der Eingriff. Wichtig sind Zeitpläne - was ab welcher Woche belastet werden darf - und Geduld bei der Rückkehr in den Sport. Der Zeitpunkt, an dem das Knie sich gut anfühlt, liegt deutlich vor dem Zeitpunkt, an dem es belastbar ist.
Wenn Sie mit einem OP-Bericht und einem Nachbehandlungsschema kommen, arbeiten wir danach. Bringen Sie beides zum ersten Termin mit.
Zum Arzt, nicht zu uns
Bei einem Knie, das plötzlich blockiert und sich nicht mehr strecken lässt. Bei einer starken Schwellung innerhalb weniger Stunden nach einem Unfall. Bei Rötung, Überwärmung und Fieber. Bei einem Knie, das beim Gehen wegknickt.
Womit wir das behandeln
Krankengymnastik
Die Grundleistung der Praxis: aktive Bewegungstherapie gegen Schmerz, Bewegungseinschränkung und Kraftverlust.
Mehr dazuManuelle Therapie
Gezielte Arbeit an einzelnen Gelenken und dem Gewebe drumherum, mit den Händen, nach spezieller Zusatzqualifikation.
Mehr dazuLasertherapie
Gebündeltes Licht auf ein eng begrenztes Gebiet - schmerzfrei, ohne Wärmegefühl, wenige Minuten je Punkt.
Mehr dazuSport- und Kinesiotaping
Zwei verschiedene Verbände mit zwei verschiedenen Aufgaben - der eine begrenzt Bewegung, der andere begleitet sie.
Mehr dazuVibrationstraining
Eine schwingende Platte löst unwillkürliche Muskelanspannung aus - kurze Einheiten, hohe Reizdichte.
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