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Schwerpunkt Orthopädie

Schulterschmerzen - Behandlung in Weißensee

Das beweglichste Gelenk des Körpers, gehalten fast nur von Muskeln - und entsprechend anfällig.

Warum tut die Schulter nachts mehr weh als tagsüber?

Weil im Liegen der Druck im Gelenkraum steigt und die entzündete oder gereizte Sehne zwischen Oberarmkopf und Schulterdach weniger Platz hat. Das ist besonders typisch beim Impingement und bei der Kalkschulter: Beschwerden beim Liegen auf der betroffenen Seite und Schmerz beim Heben des Arms zwischen etwa 60 und 120 Grad. Nächtlicher Schulterschmerz ist damit ein häufiger und gut erklärbarer Befund - anders als nächtlicher Rückenschmerz, der ärztlich abgeklärt gehört.

Häufige Verordnungen
KG · MT · KMT · KG-Gerät

Warum ausgerechnet die Schulter

Das Schultergelenk hat den größten Bewegungsumfang aller Gelenke - und die geringste knöcherne Führung. Der Oberarmkopf liegt an einer flachen Pfanne, gehalten fast ausschließlich von Muskeln, Sehnen und Kapsel.

Bewegungsumfang und Stabilität sind Gegensätze. Die Schulter hat sich für den Bewegungsumfang entschieden. Alles, was ihr fehlt, muss die Muskulatur leisten - und wenn sie es nicht mehr leistet, wird es eng.

Die vier Bilder, die uns am häufigsten begegnen

Impingement. Eine Sehne gerät zwischen Oberarmkopf und Schulterdach unter Druck. Leitsymptom: Schmerz beim Heben zwischen etwa 60 und 120 Grad, darüber wieder besser, nachts auf der Seite schlecht. Häufig behandelbar, wenn die Muskulatur lernt, den Oberarmkopf wieder nach unten zu zentrieren.

Kalkschulter. Kalkablagerung in einer Sehne. Kann jahrelang stumm bleiben und dann plötzlich sehr schmerzhaft werden. In der Auflösungsphase ist der Schmerz teils extrem. Hier kommt die Stoßwellentherapie infrage - nach ärztlicher Abklärung mit Bildgebung.

Sehnenriss der Rotatorenmanschette. Teilweise oder vollständig. Ob operiert wird, hängt von Alter, Anspruch und Ausmaß ab. Auch nicht operierte Risse lassen sich oft gut kompensieren, wenn die verbliebene Muskulatur trainiert wird.

Frozen Shoulder. Die Kapsel schrumpft, die Schulter wird in alle Richtungen steif. Der Verlauf hat drei Phasen und dauert insgesamt oft ein bis zwei Jahre. Das ist die Diagnose, bei der wir am meisten über Erwartungen sprechen.

Über die Frozen Shoulder reden wir gesondert

Weil sie das Bild ist, bei dem falsche Erwartungen am meisten schaden. Der Verlauf ist: erst schmerzhaft, dann steif, dann langsam wieder beweglich. In der schmerzhaften Phase bringt kräftiges Dehnen nichts und verschlimmert häufig. In der steifen Phase ist Dehnen sinnvoll und muss über Monate durchgehalten werden.

Wer in Phase eins mit der Erwartung kommt, in vier Wochen wieder über Kopf arbeiten zu können, wird enttäuscht. Wer weiß, dass es ein Jahr dauern kann und was in welcher Phase hilft, kommt besser durch. Deshalb erklären wir den Verlauf ausführlich, bevor wir mit der Behandlung anfangen.

Was Sie selbst prüfen können

Wenn Sie den Arm seitlich heben und der Schmerz auf halbem Weg auftritt und weiter oben wieder nachlässt, spricht das für ein Engpasssyndrom. Wenn der Arm gar nicht mehr über die Waagerechte kommt, auch nicht mit der anderen Hand geführt, ist eher die Kapsel betroffen. Wenn Sie den gehobenen Arm nicht selbst halten können, obwohl ihn jemand anders in die Position bringen kann, sollte ein Sehnenriss ärztlich ausgeschlossen werden.

Das sind Hinweise, keine Diagnosen. Für die Einordnung brauchen wir Ihre Untersuchung hier und meistens auch den Befund Ihres Arztes.