Schwerpunkt Traumatologie
Physiotherapie nach einer Operation
Der Zeitplan kommt vom Operateur. Was daraus wird, entscheidet sich in den Wochen danach.
Wann beginnt die Physiotherapie nach einer Operation?
Meist schon in der Klinik, wenige Tage nach dem Eingriff, und sie wird ambulant fortgesetzt. Entscheidend ist das Nachbehandlungsschema Ihres Operateurs: Es legt fest, wie viel Bewegung, wie viel Belastung und welche Richtungen in welcher Woche erlaubt sind. Bringen Sie dieses Schema und den OP-Bericht zum ersten Termin mit - ohne sie behandeln wir vorsichtiger, als nötig wäre, und das kostet Sie Zeit. Bei Anschlussheilbehandlung läuft die ambulante Therapie im Anschluss weiter.
- Häufige Verordnungen
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Bringen Sie zwei Papiere mit
Den OP-Bericht und das Nachbehandlungsschema. Beides bekommen Sie bei der Entlassung. Beides sagt uns, was wir dürfen: wie viel Kilogramm Sie auf das Bein bringen dürfen, ob eine Bewegungsrichtung gesperrt ist, ob eine Schiene getragen werden muss und wie lange, wann die nächste Kontrolle ansteht.
Ohne diese Papiere arbeiten wir defensiv. Das ist fachlich richtig und für Sie ärgerlich, weil Sie dadurch Wochen verlieren, in denen mehr möglich gewesen wäre. Wenn Sie die Unterlagen nicht finden: Ihre Klinik faxt sie in der Regel auf Anfrage.
Was in den ersten Wochen zählt
Schwellung. Ein geschwollenes Gelenk bewegt sich schlecht und tut mehr weh. Manuelle Lymphdrainage steht deshalb oft am Anfang, kombiniert mit Hochlagerung und Kühlung.
Beweglichkeit. Was in den ersten Wochen an Beweglichkeit verloren geht, ist später teuer zurückzuholen. Bei Knie- und Schulteroperationen ist das der kritische Punkt.
Muskelansteuerung. Nach einer Operation vergisst der Körper Muskeln, die er nicht benutzen konnte - besonders den vorderen Oberschenkelmuskel nach Knieeingriffen. Bevor Kraft aufgebaut wird, muss die Ansteuerung zurück.
Gehen. Mit Gehstützen, in der erlaubten Teilbelastung, mit korrektem Abrollen. Wer falsch geht, baut sich in wenigen Wochen ein zweites Problem in Hüfte oder Rücken.
Der Fehler, den wir am häufigsten sehen
Die ersten sechs Wochen laufen gut, die Schmerzen lassen nach, das Gelenk fühlt sich normal an - und dann hört die Behandlung auf. Genau an diesem Punkt beginnt aber die Phase, in der Belastbarkeit entsteht.
Sich gut anfühlen und belastbar sein sind zwei verschiedene Dinge. Zwischen beiden liegen je nach Eingriff drei bis neun Monate. Wer nach sechs Wochen aufhört, kommt mit einem funktionierenden, aber schwachen Gelenk in den Alltag zurück - und häufig ein halbes Jahr später mit neuen Beschwerden wieder.
Wenn Sie noch nicht kommen können
Hausbesuche fahren wir in Weißensee und den angrenzenden Straßen, wenn Ihr Arzt sie verordnet hat. Sobald der Weg in die Praxis machbar ist, ist er der bessere Weg - hier stehen Trainingsfläche und Geräte, die nicht in die Wohnung passen.
Vor der Operation ist die günstigste Zeit
Wenn ein Termin für ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk feststeht, sind die Wochen davor die am leichtesten zu nutzende Zeit im ganzen Verlauf. Wer mit kräftiger Muskulatur in die Operation geht, steht schneller wieder und braucht danach weniger Einheiten.
Sprechen Sie uns an, sobald der Termin steht. Das ist der eine Ratschlag auf dieser Seite, den fast niemand befolgt und der am meisten bringt.
Womit wir das behandeln
Krankengymnastik
Die Grundleistung der Praxis: aktive Bewegungstherapie gegen Schmerz, Bewegungseinschränkung und Kraftverlust.
Mehr dazuManuelle Lymphdrainage
Sanfte, rhythmische Grifftechnik, die Flüssigkeit aus dem Gewebe abtransportiert - nach Operationen, bei Ödemen, nach Bestrahlung.
Mehr dazuManuelle Therapie
Gezielte Arbeit an einzelnen Gelenken und dem Gewebe drumherum, mit den Händen, nach spezieller Zusatzqualifikation.
Mehr dazuInduktive Schmerzbehandlung
Ein pulsierendes Magnetfeld, das durch Kleidung und Gips hindurch wirkt - ohne Hautkontakt.
Mehr dazuHausbesuche
Wir kommen zu Ihnen, wenn der Weg in die Praxis nicht geht - im eigenen Bezirk, nicht in ganz Berlin.
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